09.03.2017 in Politik von AsF Ostablkreis

Ratifizierung der Istanbul-Konvention rückt näher – frauenpolitischer Meilenstein

 

Zum Beschluss des Bundeskabinetts über das Ratifizierungsgesetz
zur IstanbulKonvention am 8. März 2017 erklärt die Bundesvorsitzende
der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
Elke Ferner:


Der 8. März 2017 ist für die Frauen in Deutschland ein historischer Tag. Das
Ratifizierungsgesetz zur Istanbul-Konvention wurde heute im Bundeskabinett
beschlossen. Damit ist eine Ratifizierung der Istanbul Konvention durch den
Deutschen Bundestag und den Bundesrat noch vor dem Sommer möglich.
Dies haben wir auch dem Bündnis „Nein heißt Nein“ zu verdanken.


Deutschland hat das Übereinkommen des Europarates über die „Verhütung und
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt“ (so genannte
Istanbul-Konvention) bereits im Jahr 2011 gezeichnet. Sechs Jahre später wird
der Vertrag, der zum ersten Mal Gewalt gegen Frauen als eine Verletzung der
Menschenrechte definiert, nun endlich auch in nationales Recht umgesetzt.

09.03.2017 in Politik von AsF Ostablkreis

Internationlaer Frauentag - Resolution "Wir sind die Demokratie"

 

Es ist an der Zeit, sich zu unserer offenen und toleranten Demokratie zu bekennen und ihre Werte zu verteidigen. Rechtspopulisten und Chauvinisten bekämpfen weltweit Emanzipation, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Sie beleidigen und denunzieren Frauen. Sie wollen eine Kulturrevolution. Sie wollen zurück in eine Gesellschaftsform, die wir längst überwunden glaubten. Es ist höchste Zeit, sich dagegen zu wehren.

13.05.2010 in Politik von AsF Ostablkreis

Alleinerziehende – LeistungsträgerInnen unserer Gesellschaft

 

Die AsF Ostalb begrüßt den Beschluss des SPD-Bundesvorstands vom 19.04.2010, Alleinerziehende in Zukunft besser zu unterstützen.

Der Vorstand erklärte: Familie ist dort, wo Menschen dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen. Keine andere Familienform hat in den letzten Jahrzehnten in unserer Gesellschaft so an Bedeutung gewonnen wie die Ein-Elternteil-Familie. Der Anteil der Alleinerziehenden unter den Familien hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Die 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland machen fast ein Fünftel aller Familien aus, in Ostdeutschland beträgt ihr Anteil sogar mehr als ein Viertel. 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre leben in Alleinerziehenden-Haushalten – in der überwiegenden Mehrheit bei ihren Müttern: 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen.

25.02.2010 in Politik von AsF Ostablkreis

Gleichstellung jetzt!

 

Aufruf der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) zum Internationalen Frauentag am 8. März 2010

Seit dem Jahr 1911 ist der Frauentag der Tag, an dem Frauen für gleiche Rechte kämpfen. Trotz vieler Fortschritte sind auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht alle Ziele erreicht. Armut, geringe Löhne, prekäre Beschäftigung, Nöte von Alleinerziehenden, fehlende Karrierechancen – noch immer gibt es viele Benachteiligungen für Frauen.

Auch wenn es erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Bundeskanzlerin gibt, wirkt die Bundesregierung den Benachteiligungen nicht entgegen. Wir haben keine Erkenntnis-, sondern Umsetzungsdefizite. Die Zeit ist mehr als reif für einen „Aktionsplan Gleichstellung jetzt!“, mit dem über alle Politikfelder hinweg mutig und beherzt die bestehenden Defizite beseitigt werden.

Gleicher Lohn für gleich(wertig)e Arbeit, ein flächendeckender Mindestlohn, gleiche Aufstiegs- und Karrierechancen, mehr Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer - diese Forderungen müssen endlich umgesetzt werden!

Die Bundesregierung darf die Frauen in unserem Land nicht im Regen stehen lassen. Sie muss Rahmenbedingungen schaffen, um Benachteiligungen abzubauen. Laue Appelle an die Wirtschaft reichen dafür nicht aus.

Wir fordern:

• ein Entgeltgleichheitsgesetz, damit Frauen für ihre Arbeit den gleichen Lohn erhalten wie Männer,
• einen flächendeckenden Mindestlohn, damit Frauen und Männer von ihrer Arbeit leben können,
• bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer,
• ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, damit auch in Deutschland Frauen in die Führungspositionen der Wirtschaft vordringen können,
• eine Quotenregelung von 40 Prozent für die Aufsichtsräte, damit Frauen auch in den Aufsichtsgremien der Unternehmen ihre Fähigkeiten einbringen können,

Frauen wollen gleiche Chancen, gleiche Rechte, tatsächliche Gleichstellung.
Am Internationalen Frauentag und an den 364 anderen Tagen des Jahres.