Lorcher SPD mahnt Gesamtkonzept für Lorcher Kindergartenentwicklung an

Veröffentlicht am 11.11.2018 in Kommunalpolitik
 

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Meyer konnte zahlreiche Gäste zu einer Versammlung des SPD-Ortsvereins mit lebhaften Diskussionen begrüßen. 

Zunächst stand die gegenwärtig laufende Mitgliederbefragung zum Vorsitz der Landes-SPD auf der Tagesordnung. Hans Meyer berichtete dazu aus der Regionalkonferenz, in der sich die Bewerber vorgestellt hatten. Seine eindeutige Empfehlung: Leni Breymaier, die sich vor zwei Jahren nach der Wahlniederlage bei den Landtagswahlen in den Dienst der Partei gestellt und eine gute Arbeit gemacht habe. Sie sei authentisch, profiliert und engagiert, während der Gegenkandidat immer unverbindlich und wolkig in seinen Aussagen bleibe. Es zeichne sich ab, dass Leni Breymaier die Unterstützung der Basis habe, während ihr Gegenkandidat die Unterstützung etablierter Funktionäre genieße. In der Versammlung fand Hans Meyer breite Zustimmung mit seinem Votum für Leni Breymaier. Jetzt komme es auf eine starke Wahlbeteiligung der Mitglieder an, um eine klare Entscheidung zu fällen. Insgesamt sind die Lorcher Genossen wenig erfreut, dass aktuell ein völlig überflüssiger Machtkampf um die Spitze der Landes SPD die gute Arbeit vor Ort überlagert und die Vorbereitungen zu den bevorstehenden Wahlen im kommenden Jahr empfindlich störe. 

Im weiteren Verlauf der Versammlung standen dann kommunalpolitische Themen im Vordergrund. Aufsehen erregte der Bericht von Eltern, dass es in einzelnen Lorcher Kindergärten immer wieder dazu komme, dass bei Krankheitssituationen des Personals die Einrichtungen die Eltern auffordern die Kinder zu Hause zu lassen und den Betrieb einschränken oder einstellen. Hier forderte die Versammlung dazu auf, entsprechende Springerkräfte zuverlässig bereitzustellen. Die Eltern müssten sich auf den Betrieb der Kindergärten verlassen können. Das dürfe auch nicht mit einem jeweiligen Verweis des Bürgermeisters auf den Träger als Verantwortlichen beiseitegeschoben werden. Es gäbe eine gemeinsame Gesamtverantwortung der Stadt und der Träger für den Betrieb der Kindergärten in der Stadt. 

Es zeige sich auch an diesem Beispiel die Grundproblematik der Entwicklung im Kinderbetreuungsbereich: Es fehlt in Lorch eine vorausschauende Planung, die auch die bestehenden Engpässe in der Versorgung mit Kindergärtenplätzen hätte vermeiden können. Hier werde jetzt wieder mit provisorischen Lösungen dem Bedarf an Kindergartenplätzen hinterhergehechelt. Die Versammlung gab den anwesenden Fraktionsmitgliedern Karola Reiner, Mustafa Yazici, Frieder Wahl und Manfred Schramm mit auf den Weg, dieses Anliegen noch stärker im Gemeinderat zu artikulieren. Dies müsse sich auch bei den Prioritäten des Haushalts im nächsten Jahr zeigen, weil Lorch hier offensichtlich einen Nachholbedarf habe. 

Der nächste kommunalpolitische Stammtisch der Lorcher SPD wurde für den 20. November terminiert und wird in Waldhausen stattfinden.