Kommunalpolitik im Digitalformat bei der Lorcher SPD - Grundschule hat Raumbedarf

Veröffentlicht am 16.11.2020 in Kommunalpolitik
 
Grundschule Lorch und Konferenzbildschirm
Erste digitale kommunalpolitische Diskussion in Lorch.

Die Lorcher SPD hat am Samstag eine öffentliche kommunalpolitische Diskussion veranstaltet, die dieses Mal coronabedingt im Internet stattfand. Dabei standen Fragen rund um die Grundschule und Verkehrsfragen im Mittelpunkt. Zu Gast war die Rektorin der Lorcher Grundschule, Ana Fritz, und der Elternbeiratsvorsitzende der Schule, Alexander Giustolisi. Auch der SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath war zugeschaltet.

Die Besucher erhielten einen ausführlichen Einblick in die Konzepte der Grundschularbeit und wurden über die Wünsche informiert, die sich daraus ergeben. Die 263 Schülerinnen und Schüler werden derzeit von 23 Lehrkräften unterrichtet. Zum Konzept der Schule gehöre, dass das „Drumherum“, von Kooperationen über den Schulschwerpunkt Singen, vielfältigen Ausflügen bis hin zum anderen Schwerpunkt „Sport und Bewegung“ und zur Teilnahme an sportlichen Wettbewerben ein ebenso wichtiger Teil des Lernens sei wie der Unterricht selbst. Lernen müsse für alle Beteiligten Freude machen, um zu gelingen. Die Schule sei inzwischen ganz anders als zu früheren Zeiten, bunter und vielfältiger. So gäbe es Kinder, die mit wenig oder keinen deutschen Sprachkenntnissen zu Beginn zu unterrichten seien. Diese kämen aus vielen Nationen, derzeit aber schwerpunktmäßig aus osteuropäischen Ländern. Zum Angebot der Schule gehöre auch die Ganztagsbetreuung, die derzeit von 62 Kindern mit steigender Tendenz in Anspruch genommen werde. Ein grundsätzliches Problem für die Grundschulen im Land sei der Lehrermangel. Hier habe die Grundschule Lorch in diesem Schuljahr noch „Glück gehabt“ und sei im Vergleich noch relativ gut ausgestattet. Dringend notwendig sei es jedoch, einen Schulsozialarbeiter für die beiden Grundschulen in Waldhausen und Lorch zu erhalten. Für die zukünftige Entwicklung sei es ein wichtiges Anliegen, den Mangel an Räumlichkeiten zu beheben. Ganztagesbetrieb und hier besonders Räumlichkeiten für das Mittagessen, nicht ausreichende Kapazitäten an Sportstätten, steigende Schülerzahlen und der Raumbedarf, der sich aus den modernen Anforderungen an den Schulbetrieb ergeben, summierten sich.

Beim Thema Umgang mit der Pandemie konnte Ana Fritz sich beim Elternbeiratsvorsitzenden Herrn Alexander Giustolisi bedanken, der sich bei der aus dem Nichts notwendig gewordenen Versorgung mit Home-Schooling im Frühjahr sehr engagiert und der Schule geholfen habe. Die Grundschule habe inzwischen ein Digitalkonzept entwickelt. Man habe eine Schul-App, über deren Messenger kurzfristig Informationen mit Eltern und Schülern ausgetauscht werden können. Für einen gesicherten digitalen Unterricht seien jedoch noch weitere Schritte notwendig. So sei derzeit nur das Lehrerzimmer so ausgestattet, wie es die Anforderungen mit sich bringen. Um einen digitalen Unterricht, etwa mit geteilten Klassen durchführen zu können, müsste ausreichend WLAN und die notwendigen Geräte auch in den Klassenzimmern vorhanden sein.  Elternbeiratsvorsitzender Alexander Giustolisi fügte noch einen Wunsch hinzu: Mehr Möglichkeiten für schulpsychologische Begleitung.

SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Schramm konnte für die SPD-Gemeinderatsfraktion feststellen, dass die Wünsche der Grundschule nachvollziehbar sind und die Stadt Lorch als Schulträger sich dem Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten und Schulsozialarbeit nicht verschließen dürfe. Der ebenfalls zugeschaltete SPD-Landtagskandidat Jakob Unrath erwartete vor allem eine bessere Lehrerversorgung für die Grundschulen und frühzeitigere Mitteilungen des Kultusministeriums bei neuen Vorgaben im Umgang mit der Pandemie. 

Bei weiteren Fragen von Besuchern der Veranstaltung standen Fragen der Stadtentwicklung und des Verkehrs im Fokus.  „In Sachen Stadtentwicklung haben wir mit dem Thema Seniorenheimplätze einen guten ersten Aufschlag erlebt“, sagte dazu Manfred Schramm. Den u.a. in der Diskussion angeregten Ausbau des auf Lorcher Gemarkung doch zum Teil noch lückenhaften Rems-Rad-Weges nahm er gerne auf. Auch die Idee, für Verkehrszählungen alle Arten von Verkehrsteilnehmern zu erfassen, also auch Fußgänger und Radfahrer, war hilfreich und wird Eingang in die Initiativen der SPD-Fraktion finden. 

 

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