Fragen zum Thema Hochwasser

Veröffentlicht am 04.07.2018 in Aktuelles
 

Angesichts der Schäden am neugestalteten Götzenbacheinlauf wurde die Frage aufgeworfen, ob die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen am Götzenbach, ausreichend sein werden, um Ereignissen wie an diesem Abend vorzubeugen.

Beim kommunalpolitischen Stammtisch der Lorcher SPD am Dienstagabend der letzten Woche waren die Überflutungen vom Vortag natürlich ein wichtiges Thema. Einige Besucher kamen nur kurz vorbei, um dann wieder zurück zu ihren Aufräumungsarbeiten zu gehen.

Jenseits dessen, das ein solches Unwetter immer Unwägbarkeiten mit sich bringt wurden auch offene Fragen aufgeworfen. Aus der Erfahrung vom Montagabend, dass die verstopften Schmutzfänger in den Abflüssen der Hanglagen und den Straßenschächten große Probleme bereiteten wurde die Frage nach der Regelmäßigkeit der Reinigung der Schmutzfänger gestellt. Ebenso müsse ein Nachdenken über die Dimensionierung der Ablaufsysteme einsetzen, auch die geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz am Götzenbach müssten auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Insgesamt erhofften sich die Teilnehmer, dass die konkrete Erfahrung des Starkregenereignisses zum verstärkten Handeln in Sachen Klimaschutz führt.

Vertreter des Forums-58-plus war gekommen, um auf die Grenzen des bisherigen Angebotes eines Fahrdienstes für Einkaufs- oder auch Arztfahrten für Senioren hinzuweisen. Die dortigen Ehrenamtlichen bewältigen derzeit jährlich eine Kilometerleitung von 24.000 km. Der Bedarf habe sich durch die Verlagerung der letzten Einkaufsmöglichkeiten aus dem innenstadtnahen Bereich hinaus in die Maierhofstraße noch einmal gesteigert. Kreisrat Mario Capezzuto und Stadträtin Karola Reinert berichteten von erfolgreichen Modellen eines „Bürgermobils“ in Gemeinden des Umlandes, beispielsweise in Waldstetten oder Mutlangen. Sie regten an, ähnliche Lösungen auch für Lorch zu entwickeln.

Verschärft werde die Situation auch noch durch die mangelnde Abstimmung der Fahrpläne für die Buslinien in Lorch. Wenn man beispielsweise vom Haldenberg oder dem Kellerberg mit dem Bus zum Einkaufen in die Maierhofstraße fahren wolle, dann müsse man am Bahnhof umsteigen. Die nicht aufeinander abgestimmten Fahrpläne bewirken dann auch schon mal 45 Minuten Wartezeit oder mehr auf den Anschlussbus. Dies sei nicht zumutbar.

In seinem Bericht aus der aktuellen Gemeinderatsarbeit ging Fraktionsvorsitzender Manfred Schramm auf das dringende Problem der fehlenden Kindergartenplätze ein. Hier sei viel Zeit verloren gegangen. Die Notlösung mit der Einrichtung einer zusätzlichen Gruppe im Dorfgemeinschaftshaus in Weitmars reiche allein nicht aus. Es müsse schnellstens eine machbare Übergangslösung für eine weitere Gruppe realisiert werden.

Stadträtin Heidi Kutschera unterstützte dann die Anregung für die Einrichtung eines Beachvolleyballfeldes auf dem Schäfersfeld. Sie setzte sich auch für eine zügige Sanierung des Fußweges vom Sonnenweg zur Wilhelmstraße ein, dessen Zustand von einem der Besucher als gefährlich für Fußgänger bezeichnet wurde.

Das Thema „30er“ Zone für die Ortsdurchfahrt Rattenharz wurde von Besuchern aus Rattenharz aufgeworfen. Es wurde die Frage gestellt, wie es möglich sein kann Rattenharz bei der Ausweisung einer 30er Zone in der Ortsdurchfahrt einfach zu vergessen?

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Meyer bedankte sich am Ende des Abends für die vielen konstruktiven Anregungen und kündigte eine Fortsetzung der Reihe „Kommunalpolitischer Stammtisch“ der Lorcher SPD an.