Sigmar Gabriel in Aalen

Veröffentlicht am 05.02.2013 in Bundespolitik
 

Sigmar Gabriel bei seinem Besuch in Aalen

Der Vorsitzende der SPD Sigmar Gabriel hat am Dienstag den Automobilzulieferer SHW AG besucht. Beim Firmenrundgang und dem Gespräch mit Vertretern der Firmenleitung, dem Betriebsrat, der Jugend- und Auszubildendenvertretung machte er sich ein Bild vom ältesten Industrieunternehmen Deutschlands. Es ging um die Energiewende, den Fachkräftemangel, Leiharbeit und die Sicherheit der Renten und die sich daraus ergebende Generationengerechtigkeit.

Bundestagskandidatin Claudia Sünder, der SPD-Kreis und Fraktionsvorsitzende Josef Mischko, der Bundestagsabgeordnete Christian Lange, der Wasseralfinger SPD-Vorsitzende Peter Ott, Ortsvorsteherin Andrea Hatam und der Landtagsabgeordnete Klaus Maier begleiteten Sigmar Gabriel.

Großes Interesse hat Gabriel an der Pulvermetallurgie, dort zeigt ihm Werkleiter Wiedemann seinen Betrieb. „Wie viel ihres Umsatzes entfällt auf den VW-Konzern?“, fragt Gabriel, als SHW-Finanzvorstand Oliver Albrecht sein Unternehmen vorstellt. Der SPD-Vorsitzende will wissen, warum sich das Wachstum abgeschwächt hat, obwohl die SHW-Kunden VW, BMW und Mercedes Rekordzuwächse verzeichneten.

Sigmar Gabriel ist gut informiert: Umwelttechnologie, die Märkte in der Welt, Börsengang und „Private Equity-Eigner“ sind für ihn keine Fremdwörter. Als es um die CO2-Reduzierung in der Automobilbranche geht konstatiert er: „Das habe ich damals verhandelt. Welche Antriebsart sehen Sie als zukünftige Lösung?“, fragt er spontan die Geschäftsführung von SHW, die mittelfristig auf Hybridmodelle verweist. Die Politik setze den Rahmen für wirtschaftliche Entwicklungen, der Markt entscheidet selbst – Gabriel und Albrecht gehen d’accord.

Weiter wird über Innovationen wie eine Aluminiumguss, Nockenwellenverstellung, Bremsscheiben, Alu-Sinterteile gesprochen. Auch die Zukunft der Energie ist Gabriel wichtig: Der Ausbau erneuerbarer Energien müsse synchronisiert mit dem Netzausbau Hand in Hand gehen. „CDU und FDP unterschätzen das Problem. So viel dezentrale Stromversorgung wie möglich, aber genauso viel zentrale wie nötig, sagt Gabriel.

Interessiert besichtigt Sigmar Gabriel den Betrieb und nutzt ihn zum Gespräch mit den SHW-Betriebsräten wie dem Vorsitzenden Edgar Kühn, der auch im Aufsichtsrat des Unternehmens mitarbeitet.

SPD-Kreisvorsitzender Josef Mischko, im Hauptberuf 2. Bevollmächtigter der IG-Metall Aalen hakt immer wieder ein. „Hat SHW Probleme, Azubis zu finden?“, fragt Gabriel. Auf sechs Stellen gebe es 200 Bewerbungen, entgegnet der Betriebsrat Kühn. Beim Thema Rente mit 67 wird Gabriel offen: „Nach 45 Beitragsjahren muss die Rente mit 63 abschlagsfrei sein. Das ist mittlerweile eine Frage von Gerechtigkeit“

 

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