Zum Auftakt seiner Diskussionsveranstaltungen zur kommenden Bundestagswahl war der Direktkandidat für Schwäbisch Gmünd, Tim-Luka Schwab, zu Gast in Lorch. „Wir freuen uns, heute mit dem jungen, dynamischen Direktkandidaten der SPD zu Beginn der heißen Wahlkampfphase in Lorch zu diskutieren“, begrüßte der Lorcher SPD-Vorsitzende, Thorsten Fritz, die zahlreichen Besucher in der Ratsstube.
Schwab verbreitete sofort eine optimistische Stimmung. „Bei der letzten Wahl hatten wir Wochen vor der Wahl viel schlechtere Umfragewerte als jetzt und haben am Ende gewonnen. Das schaffen wir auch dieses Mal“, war sich Schwab sicher. Er selbst wolle im Wahlkreis das Direktmandat erringen. „Das waren bei der letzten Wahl nur noch wenige Prozentpunkte, die zum Erfolg gefehlt haben. Ich hoffe diesmal noch zuzulegen“, so Schwab.
Er erläuterte dann einige Programmschwerpunkte. Ihm gehe es darum, den Wirtschaftsstandort zu stärken. Dafür müsse die zur Investitionsbremse gewordene Schuldenbremse gelockert werden, um in Zukunftstechnologien, Straßen, Brücken und Schulen genügend investieren zu können. Mit dem „Made in Germany-Bonus“ sollen Unternehmensinvestition in Maschinen und Geräte an deutschen Standorten mit 10 Prozent der Anschaffungssumme gefördert werden. So wird die lahmende Investitionstätigkeit in Deutschland wieder angekurbelt. Die Verbesserung des Mindestlohns auf 15,00 Euro sei ebenso notwendig und schaffe die notwendige Kaufkraft zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Einen großen Schwerpunkt legte Schwab auf soziale Themen. Die Sicherung der Rente werde nur von der SPD in der bisherigen Form garantiert. Die Mitbewerber würden sie zur Disposition stellen. In der Pflege wolle die SPD die Kosten für den Eigenanteil im Pflegefall auf 1000 Euro begrenzen. Für Familien plane die SPD einen verstärkten Ausbau der Kitabetreuung und eine Ausweitung der Elternzeit. Für 95% der Steuerzahler solle die Belastung sinken. Erst ab einem Einkommen von 500.000 Euro für ein Ehepaar solle dagegen der Solidarbeitrag für die Gemeinschaft steigen.
Großen Wert legte Schwab auf den Klimaschutz. „Das ist im Moment in der öffentlichen Wahrnehmung als Thema etwas in den Hintergrund gerückt. Aber langfristig wird uns der ungebremste Klimawandel Milliarden kosten und das Leben vieler Menschen gefährden“, so Schwab. „Für meine Generation bleibt das ein wichtiges Zukunftsthema“, konstatierte Schwab.
In der lebhaften Diskussion kamen dann noch Themen wie die Versorgung mit bezahlbarer Energie und die ungleiche Vermögensverteilung zur Sprache. Die gegenwärtige Rolle der Medien, wurde am Beispiel von Elon Musks Werbung für die AfD per Springer-Zeitung diskutiert und die Gefahren einer immer weiter an wirtschaftsliberalen Vorstellungen orientieren Politik in konservativen und rechten Kreisen aufgezeigt, wie sie derzeit in Österreich zu beobachten sind.