Lebhafte Programmdiskussion bei Lorcher SPD

Veröffentlicht am 09.03.2019 in Kommunalpolitik
 

Die Lorcher SPD hatte ins Rathaus eingeladen, um eine Themensammlung für das Programm zur Gemeinderatswahl zu erstellen. Dabei gab es zahlreiche Ideen und Anregungen.

„Ganz vorn auf der Themenliste der SPD stehen die fehlenden Kindergartenplätze in Lorch“, erläuterte Stadträtin Heidi Kutschera. Hier gehe es darum, nicht nur provisorische, sondern langfristige Lösungen möglichst schnell zu finden. Die bisher fehlende Weitsichtigkeit der Planungen fordere geradezu einen Kindergartenausschuss aller Beteiligten heraus, der für die Zukunft vorausschauend plant. Stadträtin Karola Reinert erläuterte das Anliegen der SPD, den Standort der seitherigen Mörikeschule vordringlich zu untersuchen, um die Planung eines neuen Kindergartens für Lorch auf den Weg zu bringen. 

Großen Anklang fand die Forderung, auch für den nachfolgenden Grundschulbereich die Planungen weitsichtig anzulegen, um seitens der Gemeinde nicht wieder „überrascht“ zu werden von der in wenigen Jahren dort ankommenden erhöhten Kinderzahl bei gleichzeitig größerem Raumbedarf, der sich beispielsweise aus den Konzepten der Ganztagesbetreuung ergebe. 

Einen breiten Raum nahmen auch Gedanken und Vorschläge im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie ein. Dies reichte von der Reduzierung von Plastikgeschirr bei der bevorstehenden Bewirtung im Rahmen der Remstalgartenschau über die Nutzung von Ökostrom für die öffentlichen Gebäude bis hin zum weiträumigen Hochwasserschutz im Bereich der Rems-Zuflüsse. Stadtrat Mustafa Yazici erläuterte, wie auch die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen ein wichtiger Bestandteil von ökologischem Denken sei. 

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die sozial-ökologische Stadtentwicklung. Es wurden Vorschläge gesammelt, wie die öffentliche Hand hier die Entwicklung im Sinne aller Bürger beeinflussen könne, um zum Beispiel für genügend Wohnraum und für wohnortnahe Dienstleistungenzu sorgen. Bei den innenstadtnahen Gewerbeflächen, die demnächst aufgegeben werden, gelte es vorausschauend tätig zu werden. Es wurde auch eine große Sorge benannt, dass bei zukünftigen Aufgaben von innenstadtnahen Arztpraxen die Versorgung und Erreichbarkeit gerade für ältere Mitbürger schwieriger werde. Großen Anklang fand in diesem Zusammenhang die Initiative der SPD-Ratsfraktion, das Konzept Bürgerbus auch für Lorch zu etablieren und hier vor allem der älteren Generation die notwenige Mobilität zu erhalten. Thorsten Fritz erläuterte die hierfür bestehenden Zuschussmöglichkeiten, um dieses Projekt auf den Weg zu bringen.

Ein Dauerbrenner bleibt die ausreichende Grundversorgung mit Breitbandkapazitäten. Es sei ein Ärgernis, dass teilweise Schulen oder Gewerbebetriebe von einer zeitgemäßen Internetversorgung in Lorch immer noch abgehängt seien. Hier gelte es weiter Druck zu machen. 

Fraktionsvorsitzender Manfred Schramm fasst die Ergebnisse der Diskussion zusammen: „Es geht darum, die vielen scheinbar kleinen Dinge der Daseinsfürsorge in der Stadt so zu organisieren und zu gestalten, dass sie für die Bewohner sinnvoll sind und zu einer hohen Lebensqualität beitragen. Darum werde sich die SPD mit ihrem Schwerpunkt auf den sozialen Belangen für alle Altersgruppen auch weiterhin kümmern.“ Der nächste Schritt sei jetzt die Anregungen in einem Programm für die Gemeinderatswahlen zusammenzufassen und am 23. März bei der Nominierungsversammlung der Lorcher SPD für die Kommunalwahlen zu verabschieden. 

 

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