Gartenschau: Hoffentlich reicht das Geld am Ende nicht nur für das Pflaster

Veröffentlicht am 20.04.2018 in Aktuelles
 

Hier sollte nach Ansicht der SPD-Gemeinderatsfraktion der Übergang zwischen dem Schillerplatz und der Stadtmitte durch Beschilderung, Straßenmarkierungen und -beläge so gestaltet werden, dass der Verkehr verlangsamt wird, um Fußgängern, vor allem Grundschulkindern, die Überquerung der Straße zu erleichtern.

Der Ortsvereinsvorsitzende der Lorcher SPD, Hans Meyer, konnte zur diesjährigen Hauptversammlung zahlreiche Mitglieder begrüßen.

In seinem Rechenschaftsbericht ging er auf die im zurückliegenden Jahr geleistete Arbeit ein. Im Mittelpunkt standen dabei die Aktivitäten zur Bundestagswahl, die mit einem enttäuschenden Ergebnis endeten. Die Mitgliederentwicklung verlaufe durch einige Neueintritte positiv. Im Kassenbericht konnte Marlen Knaus ebenfalls eine positive Entwicklung vermelden. Die Mitglieder entlasteten dann die Kassiererin und den Vorstand einstimmig.

Hans Meyer gab dann einen kurzen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben. Für den Lorcher Ortsverein wird dabei die Vorbereitung der Kommunalwahlen im kommenden Jahr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Daneben gelte die Aufmerksamkeit den Diskussionen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene um die Neuaufstellung der SPD, an der sich der Lorcher Ortsverein konstruktiv beteiligen wird.

Der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Manfred Schramm, berichtete dann unterstützt durch zahlreiche Lichtbilder aus der Arbeit im Gemeinderat. Manfred Schramm konnte dabei auf viele erfolgreiche Initiativen der SPD-Fraktion verweisen. Aktuell setze sich die Fraktion dafür ein, dass bei den Investitionen für die bevorstehende Gartenschau die Gelder nicht nur für die Pflasterung des Schillerplatzes reichen, sondern auch für alles was Leben auf den Platz bringe wie Spielgeräte oder die Einrichtung von Bewirtschaftungsmöglichkeiten. Leider sei die Fraktion bei der Neugestaltung des Platzes vor dem Bürgerhaus Schillerschule im Gemeinderat nicht mit ihrer Forderung durchgedrungen, die dortigen Parkplätze zu erhalten, die derzeit regelmäßig von den Besuchern der Bücherei, von Musikschule und Vereinen genutzt würden. Die Parkplätze sollen aus ästhetischen Gründen abgeschafft werden. Die Vorbereitungen der Remstal Gartenschau laufen auf vollen Touren. Auch in Waldhausen mit der Gestaltung des Rems-Mittelpunktes würde ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher entstehen. Manfred Schramm berichtete von fehlenden 45 Kindergartenplätzen in diesem Jahr. Der jetzt im Bereich des katholischen Kindergartens geplante Anbau einer weiteren Gruppe koste die vorhandene Außenspielfläche und werde nicht rechtzeitig zum Beginn des Kindergartenjahres fertig werden können. Die SPD habe lange vorher auf die Entwicklung des Bedarfs aufmerksam gemacht, habe jedoch erst zu spät Gehör gefunden.

Ein Kindergartenausschuss der gemeinsam mit allen Trägern, der Stadt, den Eltern und Fachleuten eine Bedarfsplanung vorausschauend für die Gesamtstadt erstellt könnte Abhilfe schaffen, um der Entwicklungen nicht immer hinterherlaufen zu müssen.

Veränderungsbedarf sehe die SPD-Gemeinderatsfaktion auch bei der bestehenden unübersichtlichen oft unklaren rechts-vor-links-Regelung in der Lorcher Innenstadt.

Der Lorcher SPD-Kreisrat Mario Capezzuto gab dann einen umfassenden Bericht über die Schwerpunkte seiner Arbeit. Er konnte mit beeindruckenden Zahlen zum Finanzvolumen aufwarten, das im Kreishaushalt bewegt werde. Der Kreishaushalt betrage inzwischen fast eine dreiviertel Milliarde Euro. Einen großen Anteil habe die Finanzierung der Krankenhäuser. Dafür könne der Bevölkerung jedoch eine erstklassige medizinische Versorgung geboten werden. Er ärgere sich ein wenig, wenn bei den notwendigen organisatorischen Umstrukturierungen im Krankenhausbereich immer wieder nur aus der Perspektive einzelner Standorte argumentiert werde und der Blick fürs Ganze zu kurz komme. So sehe er es doch als sehr sinnvoll ein, dass in der neuen Organisationsstruktur beispielsweise Beschaffungen für alle Krankenhäuser des Kreises aus einer Hand erfolgen, was dann entsprechende Preisvorteile und Kostenersparnisse bringe.

Weitere Schwerpunkte des Kreishaushaltes seien der Sozialetat, die Mittel für den öffentlichen Nahverkehr einschließlich der Schülerbeförderung und der Ausbau des beruflichen Schulwesens.