Bezahlbarer Wohnraum für alle – Informationsveranstaltung der Kreis-SPD mit Frederick Brütting

Veröffentlicht am 09.04.2021 in Kreisverband
 

Frederick Brütting – Bürgermeister und in Personalunion Geschäftsführer der Städtischen Wohnbau GmbH in Heubach.

In einer von der stellvertr. SPD-Kreisvorsitzenden Petra Pachner moderierten und gut besuchten Digitalveranstaltung widmete sich der SPD-Kreisverband Ostalb dem Thema „bezahlbarer Wohnraum“.

Die SPD-Kreisvorsitzende Sonja Elser betonte zur Begrüßung, dass Wohnen ein Menschenrecht sei. Teile der Bevölkerung würden inzwischen aber bis zu 60% ihres Einkommens allein für das Wohnen bezahlen müssen. Dies zeige den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum.

 

Fachkundiger Referent der Veranstaltung war Bürgermeister Frederick Brütting, der in Heubach in Personalunion auch Geschäftsführer der kommunalen Wohnbaugesellschaft ist. „Seit 1964 haben wir in Heubach damit ein Instrument in der Hand, das uns beim Wohnungsbau, aber auch vielen anderen Aufgaben hilft unsere Verantwortung als Kommune wahrzunehmen,“ schilderte Brütting. Der Markt allein schaffe es offensichtlich nicht, sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Daher sei es notwendig, sich als öffentliche Hand hier zu engagieren. Die vielen Anfragen von Familien und Wohnungssuchenden, mit denen er regelmäßig zu tun habe, zeigten den Bedarf unmissverständlich auf. Dagegen sei in den letzten 15 Jahren ein Rückgang der sozial gebundenen Wohnungen in Baden-Württemberg um 15% zu verzeichnen.

„119 kommunale Wohnbaugesellschaften gibt es derzeit in Baden-Württemberg, bisher erst drei davon im Ostalbkreis“, bilanzierte Brütting. Das Interesse daran, hier wieder mehr zu tun sei aber sehr groß. Das gelte auch für kleinere Gemeinden, wie das Beispiel Heubach zeige. Es sei für noch kleinere Kommunen auch gut möglich, sich mit Nachbargemeinden für diese Aufgabe zusammen zu schließen. In der Diskussion ging Brütting auch auf Befürchtungen ein, dass die Gemeinden sich mit einer Wohnbaugesellschaft unnötige Mehrarbeit aufhalsen würden. „Entwickeln, planen und bauen gehören sowieso zu den Kernkompetenzen der Kommunen. Hier können wir Synergien nutzen und wichtige Aufgaben für unsere Bürger gut bewältigen,“ zeigte Brütting am Heubacher Beispiel auf. Die Heubacher Wohnbau GmbH habe insgesamt 97 Wohnungen in den verschiedensten Größen. Der Durchschnitts-Mietpries betrage 5,39 je Quadratmeter. Am Neubauprojekt Triumph-Areal erläuterte er, wie die städtische Wohnbaugesellschaft helfe in diesem Quartier sozialen Wohnungsbau umzusetzen. Dazu kämen weitere Ziele, die die Stadt verfolgt. Mit der Hybridbauweise mit Holz werde nachhaltiges Bauen implementiert und mit dem Anschluss an die Nahwärmeversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien eine klimaneutrale Energieversorgung des Objektes erreicht.

Brütting zeigte noch eine Reihe weiterer Maßnahmen auf, die zu einem verbesserten Wohnraumangebot führen können. Dazu zählte er die Bemühungen, vorhandene Leerstände wieder in Vermietung zu bringen

 

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